Checkliste: Wohnungsübergabe vorbereiten

Am Tag der Übergabe entscheidet sich, ob eine Wohnungsauflösung ohne Nacharbeit endet. Die Räumung selbst ist dabei selten das Problem — es sind die Kleinigkeiten drumherum, die vergessen werden. Diese Liste hat sich bewährt.
Zwei Wochen vorher
- Nachsendeauftrag bei der Post einrichten. Erfahrungsgemäß kommt noch monatelang Post an die alte Adresse.
- Verträge kündigen oder ummelden: Strom, Gas, Internet, Telefon, Rundfunkbeitrag, Versicherungen.
- Ummeldung beim Einwohnermeldeamt terminieren.
- Räumungstermin bestätigen — mit Puffer vor der Übergabe, nicht am selben Tag.
Am Tag der Räumung
- Alle Bereiche prüfen: Keller, Dachboden, Garage, Balkon, Gartenhaus. Der häufigste Grund für eine verweigerte Abnahme sind vergessene Nebenräume.
- Einbauten zurückbauen, soweit der Mietvertrag es verlangt — Regale, Lampen, selbst verlegte Böden.
- Besenrein heißt: vollständig geräumt und gekehrt. Eine Grundreinigung mit Fensterputzen gehört in der Regel nicht dazu.
Unmittelbar vor der Übergabe
- Zählerstände ablesen — Strom, Gas, Wasser, am besten mit Foto und Datum. Ohne Ablesewerte schätzt der Versorger, und das fällt selten zu Ihren Gunsten aus.
- Alle Schlüssel zusammensuchen: Wohnung, Haustür, Keller, Briefkasten, Garage — auch nachgemachte und die, die bei Nachbarn oder der Pflege liegen. Fehlt einer, kann der Vermieter die Schließanlage austauschen lassen.
- Übergabeprotokoll vorbereiten und beide Seiten unterschreiben lassen.
Wenn Sie beim Termin nicht selbst da sein können: Sagen Sie es vorher. Wir sind auf Wunsch bei der Abnahme dabei und halten den Zustand für Sie fest.
Was oft übersehen wird
Dübellöcher und Schönheitsreparaturen gehören nicht zur Räumung, sondern zum Mietvertrag — ob und in welchem Umfang Sie dazu verpflichtet sind, steht dort. Klären Sie das vorher, dann lassen sich kleinere Arbeiten gleich mit erledigen.
Was „besenrein“ im Einzelnen bedeutet und wie der Ablauf bis zur Übergabe aussieht, steht ausführlich unter Wohnungsauflösung.


